RECLAIM THE DIGITAL
Der Blick auf den ‚Status Quo des Internets 2026’ stellt unsere Hoffnungen auf eine, demokratische und lebenswerte digital-vernetzte Gesellschaft auf eine harte Probe: Viele große Plattformen werden von Männern mit autoritärem Mindset geleitet, viele Regierungen ebenso, unzählige User*innen sehen sich Hass, Desinformation und anderen Formen digitaler Gewalt ausgesetzt, während die Regulierungsinstrumente der EU wie der Digital Services Act nur unzureichend angewandt und Verstöße nicht wirksam sanktioniert werden. Gleichzeitig sind zahlreiche Projekte und Organisationen, die sich gegen antidemokratische und gewaltförmige Strukturen und Praktiken einsetzen, in einer prekären finanziellen Lage.
Dagegen setzen wir mit unserer Fachkonferenz #RECLAIM THE DIGITAL am 7. Oktober 2026 ein Zeichen:
Unser Motto #RECLAIM THE DIGITAL steht
für ein SO NICHT,
für ein TROTZ DEM,
für ein WE ARE IN THIS TOGETHER und
für einen demokratischen TONESHIFT in (post-)digitalen Gesellschaften!
Mit der Fachkonferenz schaffen wir einen Raum für einen starken, transsektoralen zivilgesellschaftlichen Zusammenschluss von Organisationen und Engagierten, die sich durch ihre Arbeit in verschiedenen gesellschaftlichen Feldern und mit diversen Akteur*innen gegen Hass im Netz und Desinformation einsetzen: Medien und Journalismus, Bildung, Forschung und Monitoring, Prävention und Intervention, Beratung und Information, Politik, Behörden und Verwaltung, Plattformen und Unternehmen.
Was als Problemkomplex groß und monolithisch erscheint, wird durch die Konkretisierung auf einzelne Phänomenbereiche bearbeit- und veränderbar. Durch die Zusammenführung der Perspektiven wird die Kraft unseres RECLAIMs sicht- und erfahrbar. Durch Kooperation, Skill Sharing und das gebündelte Zusammenwirken unserer Bemühungen werden hoffnungsvolle Zukunftsentwürfe für das Digitale wieder greifbar.
Gemeinsam wollen wir darüber sprechen:
- Wie können wir dazu beitragen, dass Demokratie und Vielfalt im Digitalen wieder als ‚sexy‘ gelten?
- Wie können demokratische Stimmen wieder lauter werden, damit Hassrede wieder zur Ausnahme wird?
- Wie können Medien- und Informationsvertrauen sowie eine reflektierte Medienkritik an problematischen Dynamiken gleichzeitig gefördert werden?
- Wie lässt sich öffentlicher Druck aufbauen, damit Regulierung nicht nur nachgeschärft wird, sondern Verstöße auch konsequent sanktioniert werden?
- Welches Internet wünschen wir uns?
Weitere Informationen zu Programm folgen.
Wir freuen uns darauf, mit euch gemeinsam das Digitale zu reclaimen.
toneshift ist ein bundesweites Netzwerk gegen Hass im Netz und Desinformation. Sechs etablierte Organisationen haben sich zusammengeschlossen, um das Engagement gegen Hassrede, Gewalt und Desinformation im digitalen Raum zu stärken:
Das NETTZ, Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur, HateAid, Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft, REspect! im Netz und Neue deutsche Medienmacher*innen.
toneshift wird im Rahmen der dritten Förderperiode des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ als Kooperationsverbund im Programmbereich „Entwicklung einer bundeszentralen Infrastruktur“ vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.
