Schriftenreihe „Wissen Schafft Demokratie” zu Demokratiegefährdungen online in Erfurt vorgestellt



Bei einem Roundtable diskutierten Expert*innen über Demokratiegefährdung durch Desinformation, Extremismus online und KI. Deutlich wurde der Bedarf, aktuelle Forschung stärker in Prävention und Praxis zu integrieren.

Dominik Schroth vom LKA Berlin mit einem Vortrag zu präventiv-polizeilicher Fallkoordination im Kontext rechtsextremer Jugendgruppen
Foto: © IDZ

Am 11. Februar haben Forschende des Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft bei einem Roundtable in der Thüringer Landesmedienanstalt in Erfurt die neue Ausgabe von Wissen schafft Demokratie mit dem Schwerpunkt Demokratiegefährdung online vorgestellt. Das Roundtable-Format bringt regelmäßig Akteur*innen aus schulischer und politischer Bildung, Medien, Behörden, Polizei und Zivilgesellschaft miteinander ins Gespräch, und diskutiert aktuelle Publikationen.

Zentrale Impulse lieferten Matthias Heider (Projekt RadiGaMe) zu Radikalisierung auf Gaming-Plattformen und Messenger-Diensten, Franziska Martini zum Stand der Desinformationsforschung sowie Dominik Schroth (LKA Berlin) zur präventiv-polizeilichen Fallkoordination im Kontext rechtsextremer Jugendgruppen.

In einer abschließenden Diskussionsrunde ging es um die praktische Umsetzung der Erkenntnisse und weiteren Forschungsbedarf. Unser Fazit: Zwar besteht bei den Teilnehmenden ein ausgeprägtes Problembewusstsein, doch zeigen sich weiterhin Lücken bei der Einbindung aktueller Forschung zu Desinformation, Online-Extremismus und KI.

Hier finden Sie alle bisher erschienenen Ausgaben der Schriftenreihe Wissen schafft Demokratie in der Übersicht.