
Das NETTZ, die GMK, die Meldestelle REspect!, das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ), HateAid und die Neuen deutschen Medienmacherinnen haben auf der Digitalkonferenz re:publica in Berlin mit Teilnehmenden über Hass im Netz und Desinformation diskutiert. An einem gemeinsamen Stand sind die Mitgliedsorganisationen von toneshift mit Besucherinnen aus Medien, Politik, Forschung und Zivilgesellschaft ins Gespräch gegangen. In den Diskussionen ging es dabei um erfolgreiche Methoden gegen Anfeindungen, Handlungsoptionen für Betroffene und die Zukunft von zivilgesellschaftlichen Projekten, die sich auf dem Feld einsetzen.
Chiffrierte Hetze in geheimen Codes
In Vorträgen und Podiumsdiskussionen setzten die toneshift-Organisationen Schwerpunkte in ihren Fachgebieten. Maik Fielitz vom IDZ betrat stellvertretend für den Verbund die Bühne für einen Lightning Talk und stellte in seinem Kurzvortrag die Forschung zu antisemitischen Codes in sozialen Medien vor. Wie Nutzerinnen dort mit Emojis und Zahlenkombinationen gegen Jüdinnen und Juden hetzen, ist für Außenstehende oft undurchschaubar. Die Forschung spricht daher von sogenannten Dog Whistles, also Signalen, die sich nur an eine eingeweihte Bubble richten.
In weiteren Veranstaltungen während und rund um die re:publica adressierten die toneshift-Organisationen u.a. die Verbreitung von mehrsprachiger Desinformation, politische Medienbildung, Angriffe auf Journalistinnen und Social-Media-Verbote für Jugendliche. Etwa 29.000 Besucherinnen fanden sich an den drei Tagen in den Hallen am Gleisdreieckpark in Berlin ein. Mit der Tincon richteten sich die Veranstalterinnen auch gezielt an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene und Persönlichkeiten aus deren Medienwelt.
