Community-Arbeit neu denken – mit den NdM auf dem 38. Journalismustag



Beim 38. Journalismustag der dju in ver.di kamen über 200 Journalist*innen in Berlin zusammen, um über die aktuellen Herausforderungen der Branche zu diskutieren. Die Neuen deutschen Medienmacher*innen waren als Teil von toneshift mit einem Workshop zur Zukunft der Community-Arbeit im Journalismus dabei.

Eda Öztürk und Elena Kountidou von den Neuen deutschen Medienmacher*innen auf dem 38. Journalismustag der dju in Berlin.
Foto: © Kay Herschelmann

Am Samstag, den 31. Januar kamen in Berlin beim 38. Journalismustag der dju in ver.di über 200 Journalist*innen zusammen. Gemeinsam sprachen sie über die aktuellen Herausforderungen im Berufsalltag – von Creator Economy über News Fatigue bis hin zu journalistischen Standards in einer immer stärker digitalisierten Öffentlichkeit.

Auch die NdM waren als Teil von toneshift mit dabei: In unserem Workshop „Zwischen Sex-Bots, Hate und Burnout: Community-Redaktion als journalistisches Berufsfeld neu denken“ haben Elena Kountidou und Eda Öztürk zum Austausch über Community-Arbeit im Journalismus eingeladen. Im Fokus standen Erfahrungen aus der Praxis, typische Herausforderungen und die Frage, wie sich dieses Arbeitsfeld weiterentwickeln lässt.

Schnell wurde klar: Community-Redaktionen leisten weit mehr als nur Schadensbegrenzung. Sie moderieren Diskussionen, recherchieren, checken Fakten und deeskalieren Konflikte und das oft unter großem Zeitdruck und mit hoher emotionaler Belastung. Trotzdem fehlt ihnen weiterhin an Anerkennung, ausreichenden Ressourcen und langfristigen Strategien.

Besonders aktuell ist diese Debatte mit Blick auf die Entwicklungen großer Plattformen. Wenn Faktenchecks abgeschafft und Verantwortung immer weiter ausgelagert werden, wird professionelle Community-Arbeit im Journalismus umso wichtiger. Umso mehr braucht es Sichtbarkeit und ein neues Verständnis von Community-Redaktionen als eigenständigem journalistischen Berufsfeld.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für den offenen Austausch und die vielen wichtigen Impulse und freuen uns darauf, die Diskussion über die Zukunft von Community-Arbeit im Journalismus weiterzuführen.