Gemeinsame Standards, konkrete Praxis: Fachgruppe Community Management



Was braucht gutes Community Management und wie lassen sich gemeinsame Standards im Arbeitsalltag umsetzen? Beim zweiten Treffen der ToneShift-Fachgruppe Community Management kamen Menschen aus Journalismus, Zivilgesellschaft und politischer Bildung zusammen.

Verantwortungsvoll moderieren

Wie können Organisationen ihre Communitys verantwortungsvoll moderieren und gleichzeitig die Menschen schützen, die diese Arbeit leisten? Darum ging es beim zweiten Treffen der ToneShift-Fachgruppe Community Management am 21. Juli 2026. Organisiert wurde das Online-Treffen von den Neuen deutschen Medienmacher*innen im Rahmen des Projekts BetterPost.

Die Teilnehmenden brachten unterschiedliche Perspektiven aus Redaktionen, zivilgesellschaftlichen Organisationen, politischer Bildung und Öffentlichkeitsarbeit mit. Im Mittelpunkt standen gemeinsame Standards, konkrete Erfahrungen und die Frage, welche strukturellen Bedingungen gutes Community Management braucht.

Der Community Kodex als gemeinsame Grundlage

Vivian Pein, Community-Management-Expertin und Mitinitiatorin des Community Kodex, gab Einblicke in die Entstehung des Kodex und stellte seine acht Leitprinzipien vor. Dabei wurde deutlich: Verantwortungsvolles Community Management ist nicht allein Aufgabe einzelner Mitarbeiter*innen. Es braucht klare Zuständigkeiten, ausreichende Ressourcen, Rückhalt durch Führungskräfte und Schutz vor psychischer Belastung und digitaler Gewalt.

Der Kodex bietet Organisationen eine gemeinsame Grundlage, um Community Management professionell, nachhaltig und menschenzentriert zu gestalten.

Zwischen Anspruch und Redaktionsalltag

Wie sich diese Grundsätze in der Praxis umsetzen lassen, zeigte Katja Musafiri am Beispiel der taz. Sie berichtete aus dem Arbeitsalltag im Community Management und teilte konkrete Erfahrungen und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit schwierigen und eskalierenden Diskussionen.

In der anschließenden Diskussion tauschten sich die Teilnehmenden über Herausforderungen, Zuständigkeiten und bewährte Strategien aus. Der Austausch zeigte, wie unterschiedlich die Voraussetzungen in Redaktionen und Organisationen sind und wie groß der Bedarf an gemeinsamen Standards, Wissenstransfer und kollegialer Vernetzung bleibt.

Wie es weitergeht

Die Fachgruppe Community Management wird den Austausch fortsetzen. Beim nächsten Treffen soll es gemeinsam mit den Kolleg*innen der Meldestelle REspect um rechtliche Fragen und die Aufarbeitung in Bezug auf Hass im Netz gehen.

Am 7. Oktober 2026 kommen außerdem die verschiedenen ToneShift-Fachgruppen bei der Konferenz #RECLAIMTHEDIGITAL in Berlin zusammen.

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